KompAss beruflicher Teilhabe – Landkreis Waldshut
Was ist KompAss?
Kompetenzzentrum für passgenaue Assistenzangebote beruflicher Teilhabe
Mit KompAss möchten wir erreichen, dass auch Menschen mit einer wesentlichen Behinderung am Arbeitsleben teilnehmen können. Ziel ist immer ein Arbeitsplatz auf dem ersten Arbeitsmarkt.
Teilnahmevoraussetzungen
Zunächst setzen wir voraus, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein starkes Eigeninteresse an diesem Training zeigen. Darüber hinaus benötigen sie lediglich die Anerkennung zur „Wesentlichen Behinderung“. Bei Fragen dazu und zum weiteren Vorgehen beraten wir alle Interessentinnen und Interessenten gern.
Jeder Mensch mit einer wesentlichen Behinderung, der arbeiten möchte, kann sich an KompAss wenden. Auch Menschen mit einer schweren Behinderung sind willkommen. Wir werden gemeinsam herausfinden, welche Wege ins Berufsleben führen können.
Informationsgespräch
In einem ersten Gespräch möchten wir die Interessenten persönlich kennen lernen, genauer über die Möglichkeiten informieren und alle Fragen beantworten. Wir sammeln wichtige Informationen, die als Grundstein für die spätere Arbeitsplatzwahl dienen.
Training / Arbeitsplatzvorbereitung
Nach den behördlichen Genehmigungen bereiten wir die Teilnehmer individuell auf die künftige Beschäftigung vor. Bei der Auswahl des Arbeitsplatzes finden Interessen, eigene Fähigkeiten, persönliche Schwierigkeiten und auch die Neigungen Berücksichtigung.
Die Teilnehmer werden direkt am ausgewählten Arbeitsplatz trainiert. Dies geschieht so lange, bis dort alle Aufgaben erfüllt werden können. Während des Trainings erhalten die Teilnehmer eine ganz persönliche Begleitung und Förderung.
Wo findet das Training statt?
KompAss sucht für jeden Teilnehmer einen geeigneten, möglichst passgenauen Trainingsplatz, welcher später zum Arbeitsplatz wird. Wir trainieren von Anfang an in den Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes.
Unsere Patenunternehmen
Konzeption Stand Juli 2020
Konzeption Fachbereich Arbeit Juli 2020.pdf PDF, 715,6 KiBpass(t)genau – Fachdienst für Individuelle Qualifizierung Landkreis Lörrach
pass(t)genau – Fachdienst für individuelle Qualifizierung
pass(t)genau ist ein Angebot für Menschen mit wesentlicher Behinderung im Landkreis Lörrach. Wir helfen beim Übergang in den allgemeinen Arbeitsmarkt – Schritt für Schritt und ganz individuell.
Gemeinsam finden wir heraus, wo die Stärken, Interessen und Wünsche liegen. Daraus entwickeln wir einen persönlichen Plan: Wir unterstützen dabei, passende Arbeitsbereiche zu finden und gezielt die Fähigkeiten zu trainieren, die noch ausgebaut werden müssen. Wenn bereits ein konkreter Berufswunsch besteht, helfen wir bei der Suche nach einem geeigneten Arbeitsplatz. Auch wenn ein Arbeitsvertrag abgeschlossen wurde begleiten wir diesen Übergang.
Die Qualifizierung erfolgt in mehreren Phasen, je nachdem, was gerade gebraucht wird. Unsere Quali-Trainer*innen unterstützen dabei persönlich und zuverlässig. Jeder lernt im eigenen Tempo.
Ziel ist, dass Menschen mit Behinderung selbstbestimmt handeln können und mehr Wahlmöglichkeiten im Arbeitsleben haben.
Für wen ist das Angebot?
Für Menschen mit wesentlicher Behinderung, die auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten möchten. Zunächst ist eine ausgesprochene Werkstattempfehlung notwendig, um eine Begleitung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu ermöglichen.
Wie wird es finanziert?
Über ein Persönliches Budget nach § 29 SGB IX (Eingliederungshilfe). Die Abrechnung erfolgt über Fachleistungsstunden.
Wer steckt dahinter?
pass(t)genau ist ein gemeinsames Projekt der Lebenshilfe Südschwarzwald und dem St. Josefshaus Herten. Die Qualifizierung findet in Rheinfelden, Laufenburg oder direkt in Betrieben statt.
Bei einem ersten Infogespräch erklären wir den Ablauf und die Möglichkeiten und beantworten Ihre Fragen. Melden Sie sich gerne bei uns.
FAQ – pass(t)genau – Fachdienst für Individuelle Qualifizierung
1. Was ist pass(t)genau?
pass(t)genau ist ein Fachdienst, der Menschen mit wesentlicher Behinderung im Landkreis Lörrach bei ihrem Übergang in den allgemeinen Arbeitsmarkt unterstützt. Ziel ist es, individuelle Qualifizierungsmöglichkeiten zu schaffen, die den Stärken und Bedürfnissen der Teilnehmenden entsprechen.
2. Wer kann an pass(t)genau teilnehmen?
Das Angebot richtet sich an Menschen mit einer wesentlichen Behinderung, die auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten möchten. . Zunächst ist eine ausgesprochene Werkstattempfehlung notwendig, um eine Begleitung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu ermöglichen.
3. Wie ist der Qualifizierungsprozess aufgebaut?
Der Qualifizierungsprozess besteht aus vier Phasen:
Einstiegsphase: Orientierung und Kompetenzfeststellung
Qualifizierungsphase: Vorbereitung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt
Stabilisierungsphase: Unterstützung bei der Integration in den Arbeitsmarkt
Übergangsphase: Begleitung und Festigung auf dem Arbeitsmarkt
Jede Person kann je nach Bedarf einzelne Module oder den gesamten Prozess durchlaufen.
4. Wie lange dauert die Qualifizierung?
Der zeitliche Rahmen wird individuell an die Bedürfnisse der Teilnehmenden angepasst. Jede Person kann im eigenen Tempo lernen und sich weiterentwickeln.
5. Wer begleitet die Teilnehmenden während der Qualifizierung?
Die Teilnehmenden werden von qualifizierten Fachkräften begleitet. Es gibt regelmäßige Reflexionsgespräche, in denen Fortschritte überprüft und der Qualifizierungsprozess angepasst wird.
6. Wie wird die Qualifizierung dokumentiert?
Die Qualifizierung wird detailliert dokumentiert, und am Ende erhalten die Teilnehmenden einen ICF-basierten Abschlussbericht, der ihren Entwicklungsprozess nachvollziehbar macht.
7. Wie wird die Teilnahme finanziert?
Die Teilnahme an pass(t)genau wird über ein Persönliches Budget gemäß § 29 SGB IX finanziert. Die Vereinbarung zur Qualifizierung wird je nach individueller Situation mit der Lebenshilfe Südschwarzwald oder dem St. Josefshaus geschlossen. Fachleistungsstunden werden dem Teilnehmer in Rechnung gestellt, diese werden über ein Budgetkonto ausgeglichen.
8. Wo findet die Qualifizierung statt?
Die Qualifizierung findet sowohl in geeigneten Räumlichkeiten in Rheinfelden und Laufenburg als auch direkt in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes statt.
9. Mit wem arbeitet pass(t)genau zusammen?
pass(t)genau arbeitet eng mit Unternehmen, der Eingliederungshilfe, dem Integrationsfachdienst (IFD) und anderen relevanten Akteuren zusammen, um den Teilnehmenden die bestmöglichen Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu bieten.
10. Ist pass(t)genau eine Alternative zu anderen Angeboten?
pass(t)genau versteht sich nicht als Konkurrenz zu bestehenden Angeboten, sondern als ergänzende Maßnahme ganz im Sinne des BTHG. Der Fokus liegt auf größtmöglicher Selbstbestimmung und der Erweiterung der Wahlmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung. Ziel ist es, individuelle Wege in die Arbeitswelt zu ermöglichen.


